Wie finde ich das richtige Katzenstreu? Katzenhygiene – Was sollte man beachten?

Diese Frage stellt sich wahrscheinlich fast jeder Katzenbesitzer irgendwann einmal. Meist werden dann auch noch jede Menge verschiedener Streus durchprobiert, bis man zufrieden damit ist.

Katzenstreu im Vergleich

In erster Linie spielt natürlich der Preis eine große Rolle. Je nachdem, wie viele Katzen im Haus sind, benötigt man unterschiedliche Mengen. Was man aber nicht außer acht lassen sollte, ist der reine Kilo bzw. Liter-Preis. Der sagt einem beim Vergleich der unterschiedlichen Sorten mehr aus, als der Gesamtpreis der Packung. Aber auch ein reiner Vergleich des Kilo-Preises kann unter Umständen falsch sein, denn die Ergiebigkeit ist von Katzenstreu zu Katzenstreu anders und Kilo entsprechen nicht Litern. Bei der Ergiebigkeit, spielt auch noch ein weiteres Kriterium eine Rolle: die Geruchsbildung! Neigt das Streu zu starker Geruchsbildung, muss man logischerweise öfters und mehr davon austauschen.

Im vergangenen Jahr hatte ich genau in diesem Bereich viele Erfahrungen gesammelt und viele Katzenstreus ausprobiert. Meine Erfahrungen will ich hier teilen.

Günstiges Klumpstreu vom Discounter oder aus dem Drogeriemarkt

Wovon ich absolut abraten kann, sind die günstigen Streus, die meist so um die EUR 2,50.- für 10 Liter/Kilo kosten. Macht für einen Liter/Kilo Katzenstreu 25 Cent. Was zwar günstig erscheint, allerdings riecht die Katzentoilette nach einem Tag meist so penetrant, dass man fast das komplette Streu austauschen kann. Ergo steigt der Verbrauch und somit die Kosten.

Silikatstreu

Ganz toll, von der Geruchsbildung her, fand ich Silikat-Streu. Das ist Streu, das aus durchsichtigen Silikat-Perlen besteht. Silikat kennt man vielleicht vom Schuhkauf? In den Schuhkartons liegt oft so ein kleines Päckchen mit der Aufschrift „Silicat“, welches dazu dient, eventuell auftretende Feuchtigkeit zu binden.

Das ganze ist besonders für Allergiker zu empfehlen, da es nicht staubt. Und wenn es frisch ausgetauscht wurde, sieht es richtig toll aus. Eine 5 Liter-Packung kostet in Drogeriemärkten oft um die 4 Euro, was dann zwar schon EUR 1,25.- pro Kilogramm ausmacht, allerdings ist das Streu deutlich ergiebiger als das zuvor erwähnte „Billigstreu“. Großer Nachteil: Die Anfangs glasigen Silikatperlen werden schnell gelb und je nach Empfindlichkeit der Katze muss man auch dieses öfters austauschen. Unsere Kira hat da ein etwas empfindlicheres Gemüt und machte dann nach einer Weile ihr Geschäft doch lieber vor die Toilette. Hieß also auch hier, erhöhter Verbrauch und somit steigende Kosten.

Holzstreu / Holzpellets

Vom Preis-/Leistungsverhältnis, wäre dies mein Favorit gewesen. Das Streu riecht angenehm nach frischem Holz und 10 Liter kosten gerade mal um die drei Euro. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Größe des Streus. Die Holz-Pellets sind doch ziemlich groß – in etwa so groß wie eine Tintenpatrone für einen Füller. Und damit kommen einige Katzen wohl auch nicht zurecht. Unsere Kira mochte dieses Streu absolut nicht und erledigte auch hier ihre kleineren Geschäfte lieber vor der Katzentoilette. Schade!

Feines Klumpstreu mit Babypuderduft – „Cat Exclusive“

Schon fast mit meinem Latein am Ende fragte ich einen Freund, der vier Katzen zu Hause hat, was er denn für Streu benutze? Von ihm bekam ich den Tipp, dass er sein Streu im Internet bei Zooplus bestellte. Er schwärmte zwar auch von Ergibigkeit und Babypuderduft, als ich allerdings den Preis sah musste ich erst mal schlucken. Runde zwöf Euro für einen Sack!

Aber genau hinschauen lohnte sich, denn es handelte sich um einen 15kg-Sack. Macht als 82 Cent pro Kilogramm. Das geht dann ja auch schon wieder. Da bei
Zooplus.de ab einem Bestellwert von 19 Euro die Versandkosten entfallen und mein Freund so davon schwärmte, bestellte ich gleich zwei Säcke. Und seit dem bleibe ich bei diesem Streu – zumal auch unsere Kira es sehr gut annimmt. Zwei Säcke reichen weit über vier Wochen – und seit die Katzen raus dürfen, logischerweise noch länger. Und es duftet wirklich nach Babypuder! Bis die Katzentoilette dann mal anfängt zu riechen, muss man schon einige Tage fünfe Grade sein lassen und wer macht das schon?! Sauber machen dauert zwar auch seine Zeit, da das Streu ziemlich fein ist. Bis man dann wirklich alle Klumpen und Häufchen rausgesiebt hat ,vergehen eben ein paar Minuten. Nachteil für Allergiker: wenn man mit zu viel Schwung das Katzenklo neu befüllt, staubt es im ersten Moment relativ stark.

Weiterer Vorteil, das Streu wird direkt ans Haus geliefert und man spart sich das Schleppen. Mir kommt so schnell nichts anderes mehr ins Haus.

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