Katzenfutter im Test - was soll man füttern und wieviel?
Donnerstag, 4. September 2008 | Kategorie: Katzen-Ernährung | 3 Kommentare
Wer in Internetforen zum Thema Ernährung einer Katze Hilfe sucht, wird schnell fündig. Dort wird dann diskutiert ob man seiner Katze Nassfutter oder Trockenfutter in den Napf gibt oder ob man seine Katze nicht besser nach der BARF-Methode füttert. Es gibt aber auch nicht wenige Menschen in solchen Foren, die behaupten Fertigfutter aus dem Supermarkt sei nicht gut für die Katze. Zusätzlich werden Irrtümer und Mythen verbreitet, beispielsweise es seien Suchtstoffe in manchen Futtersorten oder einzig und allein selbstgekochtes sei ideal für Katzen.
Das dies nicht unbedingt so ist, kann man im aktuellen Heft "Test" der Stiftung Warentest nachlesen. In Ausgabe 9/2008 werden unter der Überschrift "Katzenfutter - weniger ist mehr", 28 Nass- und 11 Trockenfutter ausgiebig getestet.
Bis auf vier Sorten, sind alle so zusammengesetzt, dass die Katze optimal mit allen Nährstoffen versorgt ist. Alle getesteten Futter sind nämlich als Alleinfuttermittel deklariert und nach der Tierfuttermittelverordnung muss so ein Alleinfuttermittel so zusammengesetzt sein, dass eine Katze, wenn sie ihr Leben lang nur solches Futter vorgesetzt bekommt, mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen ausgiebig versorgt wird.
Nicht überrascht hat mich, dass das von Rewe angebotene JA!-Nassfutter JA! Zarte Stücke mit Geflügel in der 400-Gramm Dose mit mangelhaft bewertet wurde. Ich hatte das auch mal ausprobiert und schon beim Öffnen dachte ich, dass es verglichen mit anderen Futtersorten komisch riecht und aussieht. Als ich es Murphy dann vorsetzte, probierte er kurz und lies es dann den ganzen Tag stehen. Und das obwohl er ja sonst alles frisst was irgendwo unbeaufsichtigt herumliegt. Wenn ich mir das Echo in der Katzen-Blogosphäre anschaue, sind einige auch überrascht, wie schlecht "Almo Nature mit Thunfisch und Huhn" (Urteil: mangelhaft) abgeschnitten hat. Bei diesem Almo Nature Futter fehlen leider wichtige Mineralstoffe.
Wenn man den Tests der Stiftung Warentest glauben schenken will, macht dies (ausgenommen: die vier mit mangelhaft bewerteten Futter) keinen großen Unterschied, denn die Nährstoffversorgung ist bei beiden Futterarten ausreichend vorhanden. Nassfutter hat aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber Trockenfutter: die Katze nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Dadurch produziert das Tier auch mehr Urin und Krankheiten die durch Feuchtigkeitsmangel entstehen, wie z.B. Harnstein, treten seltener auf. Anmerkung: Die Zeitschrift Pfotenhieb sieht die allgemein gute Beurteilung von Trockenfutter seitens der Stiftung Warentest etwas kritischer. Pfotenhieb schreibt, dass der Nährstoffgehalt des Futters nichts über dessen Vollwertigkeit aussage. Man könne auch ein Stück Tofu mit genügenden Nährstoffen versetzen, so dass es für die Katze ideal scheint.
Eins vorneweg: Die Fütterungsempfehlungen auf den Packungen sind fast immer viel zu hoch, da sie zu allgemein gehalten sind.
Eine durchschnittliche Katze mit etwa vier Kilogramm benötigt ca. 250 Kalorien am Tag, das entspricht in etwa 200-300 Gramm an Nassfutter. Wird die Katze mit Trockenfutter gefüttert, reichen etwa 65 Gramm pro Tag. Unser Tierarzt meinte ein mal, dass vor allem zu viel Trockenfutter schuld sei, wenn Katzen zu dick werden.
Fazit: Industriell hergestelltes Katzenfutter ist laut Stiftung Warentest nicht schlecht für die Katze (bis auf die vier mangelhaften Futtersorten) und man kann seine Katze damit gut und ausgewogen ernähren. Fraglich ist allerdings, ob die Testkriterien ausreichend sind. Es wird zwar getestet, ob das Futter genügend Eiwiß enthält, es fehlt aber der Hinweis, ob das die richtigen Eiweiße sind. Eine Katze ist nun mal von Natur aus ein Fleischfresser und pflanzliche Eiweiße sind dann nicht unbedingt das ideale.
Das dies nicht unbedingt so ist, kann man im aktuellen Heft "Test" der Stiftung Warentest nachlesen. In Ausgabe 9/2008 werden unter der Überschrift "Katzenfutter - weniger ist mehr", 28 Nass- und 11 Trockenfutter ausgiebig getestet.
Bis auf vier Sorten, sind alle so zusammengesetzt, dass die Katze optimal mit allen Nährstoffen versorgt ist. Alle getesteten Futter sind nämlich als Alleinfuttermittel deklariert und nach der Tierfuttermittelverordnung muss so ein Alleinfuttermittel so zusammengesetzt sein, dass eine Katze, wenn sie ihr Leben lang nur solches Futter vorgesetzt bekommt, mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen ausgiebig versorgt wird.
Nicht überrascht hat mich, dass das von Rewe angebotene JA!-Nassfutter JA! Zarte Stücke mit Geflügel in der 400-Gramm Dose mit mangelhaft bewertet wurde. Ich hatte das auch mal ausprobiert und schon beim Öffnen dachte ich, dass es verglichen mit anderen Futtersorten komisch riecht und aussieht. Als ich es Murphy dann vorsetzte, probierte er kurz und lies es dann den ganzen Tag stehen. Und das obwohl er ja sonst alles frisst was irgendwo unbeaufsichtigt herumliegt. Wenn ich mir das Echo in der Katzen-Blogosphäre anschaue, sind einige auch überrascht, wie schlecht "Almo Nature mit Thunfisch und Huhn" (Urteil: mangelhaft) abgeschnitten hat. Bei diesem Almo Nature Futter fehlen leider wichtige Mineralstoffe.
Nass- oder Trockenfutter - Was ist besser?
Wenn man den Tests der Stiftung Warentest glauben schenken will, macht dies (ausgenommen: die vier mit mangelhaft bewerteten Futter) keinen großen Unterschied, denn die Nährstoffversorgung ist bei beiden Futterarten ausreichend vorhanden. Nassfutter hat aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber Trockenfutter: die Katze nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Dadurch produziert das Tier auch mehr Urin und Krankheiten die durch Feuchtigkeitsmangel entstehen, wie z.B. Harnstein, treten seltener auf. Anmerkung: Die Zeitschrift Pfotenhieb sieht die allgemein gute Beurteilung von Trockenfutter seitens der Stiftung Warentest etwas kritischer. Pfotenhieb schreibt, dass der Nährstoffgehalt des Futters nichts über dessen Vollwertigkeit aussage. Man könne auch ein Stück Tofu mit genügenden Nährstoffen versetzen, so dass es für die Katze ideal scheint.
Wie viel Futter braucht meine Katze am Tag?
Eins vorneweg: Die Fütterungsempfehlungen auf den Packungen sind fast immer viel zu hoch, da sie zu allgemein gehalten sind.
Eine durchschnittliche Katze mit etwa vier Kilogramm benötigt ca. 250 Kalorien am Tag, das entspricht in etwa 200-300 Gramm an Nassfutter. Wird die Katze mit Trockenfutter gefüttert, reichen etwa 65 Gramm pro Tag. Unser Tierarzt meinte ein mal, dass vor allem zu viel Trockenfutter schuld sei, wenn Katzen zu dick werden.
Fazit: Industriell hergestelltes Katzenfutter ist laut Stiftung Warentest nicht schlecht für die Katze (bis auf die vier mangelhaften Futtersorten) und man kann seine Katze damit gut und ausgewogen ernähren. Fraglich ist allerdings, ob die Testkriterien ausreichend sind. Es wird zwar getestet, ob das Futter genügend Eiwiß enthält, es fehlt aber der Hinweis, ob das die richtigen Eiweiße sind. Eine Katze ist nun mal von Natur aus ein Fleischfresser und pflanzliche Eiweiße sind dann nicht unbedingt das ideale.






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